Dein Zyklus und Stress
Stress hat einen starken Einfluss auf den Zyklus

Dein Zyklus und Stress

Den meisten Menschen, die einen Menstruationszyklus haben, ist es nicht bewusst, aber Stress kann einen starken Einfluss auf den Zyklus haben! Vor allem emotionaler Stress und psychische Belastungen wirken sich hormonell aus und machen sich in deinem Zyklus bemerkbar.

Dein Eisprung und somit auch deine Periode können aus verschiedenen Gründen ausbleiben. Neben Erkrankungen hat Stress einen großen Einfluss auf deinen Zyklus. Wenn du gestresst bist, schüttet dein Körper Stresshormone aus. Diese können deinen Hormonhaushalt durcheinander bringen und so verschiedene Veränderungen in deinem Zyklus verursachen:

Oligomenorrhö – Zyklus zwischen 35 und 90 Tagen: 

Durch Stress kann sich dein Zyklus verlängern. Meistens nur um ein paar Tage. Es kann aber auch dazu kommen, dass dein Eisprung und somit deine Periode für einige Monate ganz ausbleiben oder der Zyklus extrem lang wird. Besteht bei dir in diesem Fall ein unerfüllter Kinderwunsch, hilft vor allem eins: Entspannen! Zusätzlich solltest du überlegen, ob du durch Hormone nachhelfen willst, um die Chance auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Hier kann auch eine gezielte Ernährungsumstellung helfen.

Polymenorrhoe – Zyklus unter 25 Tagen: 

Durch psychisch belastende Situationen kann es dazu kommen, dass sich dein Zyklus stark verkürzt. Hierbei kann sich sowohl die erste als auch die zweite Zyklushälfte verkürzen. Besteht bei dir ein unerfüllter Kinderwunsch und du bemerkst, dass du ständig verkürzte Zyklen hast, solltest du dies mit deiner Ärztin/deinem Arzt besprechen. Wenn du weißt, welche der beiden Zyklusphasen zu kurz ist, kannst du gezielt Unterstützung anfragen und ggf. durch Hormone nachhelfen. 

Prämenstruelles Syndrom (PMS):

In stressigen Phasen kann es sein, dass du verstärkt PMS-Symptome bekommst. Bei PMS kann es zu körperlichen und/oder psychischen Beschwerden vor dem Einsetzen der Periode kommen. Dazu zählen Krämpfe, Übelkeit, Kopfschmerzen u. v. m.

Was bringt mir Zyklusbeobachtung mit NFP in diesem Fall?

Mit NFP kannst du besser verstehen, wie sich Stress auf deinen Zyklus auswirkt. Die Auswertung deiner Zyklen kann dir sogar helfen zu verstehen, was dich stresst und was dir gegen den Stress hilft. Du kannst erkennen, ob überhaupt ein Eisprung stattgefunden hat und welche der Zyklusphasen gestört ist. Diese Informationen helfen dabei herauszufinden, welches Hormon dir fehlt und wie dir geholfen werden kann.

NFP kann dir dabei helfen, nicht nur achtsamer mit deinem Zyklus und deinem Körper, sondern auch mit deiner Psyche umzugehen, Grenzen zu setzen und dir auch mal eine Auszeit zu nehmen, wenn du sie brauchst.

Solltest du dennoch Redebedarf haben oder verunsichert sein, ob deine Zyklusschwankungen Grund zur Sorge sein sollten beispielsweise bei einem akuten Kinderwunsch, kannst du hier Kontakt zu uns aufnehmen.

Auf GoFeminin findet ihr einen weiteren interessanten Beitrag dazu.

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