Die Bechermethode: Tipps und Ablauf

Die Bechermethode: Tipps und Ablauf

Um mit der Bechermethode schwanger zu werden, haben wir dir ein paar Tipps zusammengestellt. Außerdem erklären wir dir den genauen Ablauf und worauf du achten musst.

Was ist die Bechermethode?

Die Bechermethode hilft dir, schwanger zu werden, ohne dabei penetrativen Sex zu haben. Der Samenspender, sei es der Partner, ein anonymer Spender oder ein Co-Elternteil, masturbiert und fängt die Samenzellen in einem Becher auf. Daher rührt der Name Bechermethode. Natürlich können die Samenzellen auch direkt in der Spritze oder einer Menstruationstasse aufgefangen werden. Das sollte allerdings geübt sein. Im Anschluss werden die Samen in die Vagina eingeführt. 

Für wen eignet sich die Bechermethode?

Die Bechermethode eignet sich nicht nur für Paare, die in einer lesbischen Beziehung sind oder einen unfruchtbaren Partner haben, sondern auch für Paare, bei denen der Druck sehr groß ist und die Lust sinkt, um den Eisprung herum Sex zu haben, um schwanger zu werden. Außerdem eignet sich die Bechermethode für Solomütter oder Co-Eltern.

Wenn der Samenspender nicht Teil der Paarbeziehung ist, bleiben allerdings noch rechtliche Fragen offen, da in Deutschland erstmal der Vater ermittelt werden muss, bevor ein Kind zum Beispiel adoptiert werden kann.

Unsere Tipps, worauf du bei der Bechermethode achten musst

Bei der Bechermethode ist es wichtig, dass die Samenzellen gut geschützt werden und nicht absterben, bevor sie in die Vagina gelangen. Dafür solltet ihr folgende Punkte berücksichtigen:

  1. Die Spermien sollten nicht mit Sauerstoff in Kontakt kommen.
  2. Die Spermien sollten nicht abkühlen.
  3. Die Spermien sollten auf keinen Fall mit Wasser in Kontakt kommen!

Tipp 1: Spermien vor Sauerstoff schützen

Um die Spermien vor Sauerstoff zu schützen, solltet ihr einen Becher benutzen, der komplett verschlossen werden kann. Auch beim Aufziehen in die Spritze sollte nicht so viel Zeit vergehen. 

Tipp 2: Spermien warm halten

Wenn du die Spermien mit einer Spritze einführen willst, solltest du circa 10 Minuten warten, da sich der Zustand des Ejakulats in der Zeit verändert und du sie leichter aufziehen kannst. In der Zeit ist es sehr wichtig, dass die Spermien nicht abkühlen! Halte sie also warm, zum Beispiel durch deine Körperwärme.

Tipp 3: Spermien vor Wasser schützen

Achte darauf, dass die Spermien nicht mit Wasser in Kontakt kommen. Sowohl der Becher als auch die Spritze, die Menstruationstasse oder Finger sollten absolut trocken sein!

Der Ablauf der Bechermethode

Bei der Bechermethode gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie die Spermien in die Vagina eingeführt werden können:

  • mit den Fingern
  • mit einer Spritze
  • in einer Menstruationstasse
  • mit einer Inseminationskappe

Die beste Position, um mit der Bechermethode schwanger zu werden, ist die Rückenlage. Leg am besten ein Kissen unter deinen Po, sodass die Spermien durch die Schwerkraft zur Gebärmutter gelangen und bleibe eine halbe Stunde in dieser Position. 

Wie wahrscheinlich ist es, mit der Bechermethode schwanger zu werden?

Es gibt leider keine aussagekräftigen Studien, die zeigen, wie wahrscheinlich es ist, mit der Bechermethode schwanger zu werden. Bei penetrativem Sex mit Ejakulation liegt die Wahrscheinlichkeit pro Zyklus bei knapp 30 %. Da die Bechermethode etwas aufwändiger ist als herkömmlicher Sex, lohnt es sich, den Zyklus mit der symptothermalen Methode zu beobachten, damit du weißt, wann deine hochfruchtbaren Tage sind. Beobachte dafür deinen Zyklus (Temperatur + Zervixschleim oder Muttermund) und mach an den Tagen mit (sehr) guter Zervixschleimqualität zusätzlich einen Ovulationstest, wenn du sichergehen möchtest. Dieser kann deine Beobachtung bestätigen.

Wenn du dir unsicher bei der Zyklusauswertung bist und nicht weißt, wann deine hochfruchtbare Phase beginnt, kannst du dich gerne an uns wenden. Wir helfen dir, deinen Zyklus besser zu verstehen und den bestmöglichen Zeitpunkt für die Befruchtung zu finden.

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